„Zwei-Faktor-Authentifizierung“ ist das Wortgetüm des Jahres 2026
Lange und komplizierte Wörter können Menschen den Alltag erschweren. Darauf macht die Wahl zum Wortgetüm des Jahres aufmerksam. 2026 hat sich die Jury für „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ entschieden. Das Ergebnis wurde am 8. September zum Welt-Alphabetisierungs-Tag bekanntgegeben.
Die acht Lerner-Expert:innen der Jury wissen aus eigener Erfahrung, welche Hürden Sprache schaffen kann: Sie haben selbst Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Für die Wahl prüften sie sechs Begriffe, die das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) anhand aktueller Textanalysen vorausgewählt hatte. Ausgewählt wurden komplizierte Wörter, die im Alltag häufig verwendet werden und den Zugang zu Informationen oder Angeboten erschweren können.
Nach einem gemeinsamen Austausch stimmten die Jury-Mitglieder geheim ab. „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ erhielt die meisten Stimmen. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der schwierigen Lesbarkeit: Das Wort umfasst 27 Buchstaben und neun Silben, enthält mehrere Fremdwortbestandteile und kommt in verschiedenen Schreibweisen vor. So wird schon die Bezeichnung einer Funktion, die Menschen schützen soll, zur Hürde bei der Nutzung digitaler Angebote.
Die Aktion macht deutlich, wie eng verständliche Sprache und gesellschaftliche Teilhabe zusammenhängen. Wer Informationen nicht versteht, kann Angebote oft nicht selbstständig nutzen. Deshalb stellt die Wahl zum Wortgetüm des Jahres die Erfahrungen von Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben in den Mittelpunkt und setzt ein Zeichen für Teilhabe und Selbstbestimmung.
Die Wahl zum Wortgetüm ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Alpha-Bündnisse, der Stiftung Grundbildung Berlin und des DWDS der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie findet seit 2025 statt.
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e.V.
Die TA organisiert Fort- und Weiterbildungskurse vor allem im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich.
