Im zweiten Halbjahr 2026 greift WiBeG/InteG aktuelle Fragen der Alphabetisierung und Grundbildung aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Im Mittelpunkt stehen die Unterrichtsgestaltung in sprachlich heterogenen Lerngruppen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Grundbildungsangeboten. Qualifizierungsmodule, Fachgespräche und Peer-to-Peer-Reihen verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Reflexion konkreter Lehr- und Lernsituationen und bieten Gelegenheit, didaktische Ansätze zu erproben, weiterzuentwickeln und mit Fachkolleg:innen zu diskutieren.
Qualifizierungsmodule
Mit Stift und Smartphone:
Schriftspracherwerb und digitale Literalität gemeinsam fördern
mit Katja Burgstaller – BILL Institut für Bildungsentwicklung Linz (A)
Lesen und Schreiben heißt auch, Nachrichten zu verfassen, Informationen im Netz zu finden und KI zu nutzen. Der Workshop zeigt, wie Kursleitende den nachholenden Schriftspracherwerb Erwachsener alltagsnah und niedrigschwellig mit der Förderung von Medienkompetenz verbinden können. Vorgestellt werden didaktische Zugänge, ausgewählte Tools und Ideen für den Einsatz von KI in der Grundbildung.
Start: 23. September 2026 – online via Zoom – Workload: 12 UE
(Sprachliche) Vielfalt im Kursraum: Literalisierungsprozesse Erwachsener differenziert begleiten
mit Angelika Hrubesch – lernraum.wien | AlfaZentrum der Wiener Volkshochschulen & Julia Rührlinger – VHS Wien
Wie können Lernprozesse im nachholenden Schriftspracherwerb gelingen, wenn Erwachsene unterschiedliche Deutschkenntnisse, Lernbiografien und Schrifterfahrungen mitbringen? Im Workshop werden typische Unterrichtssituationen analysiert und Strategien für einen sprachsensiblen, inklusiven Unterricht entwickelt. Dabei geht es darum, Mehrsprachigkeit als Ressource aufzugreifen, Lernvoraussetzungen differenziert zu berücksichtigen und Aufgaben so zu gestalten, dass sie unterschiedliche Lernwege ermöglichen. Das Modul bietet Anregungen für die eigene Unterrichtsgestaltung und Raum für fachlichen Austausch.
Start: 8. Oktober 2026 – online via Zoom – Workload: 12 UE
Visuelle Literalität: Bilder als Lernanlässe in der Grundbildung
mit Prof. Dr. Georg Hauck, Hochschule Rhein-Waal & Dr. Jens Korfkamp, vhs Rheinberg
Fotos, Illustrationen oder Videos sind längst mehr als ergänzendes Anschauungsmaterial: Sie prägen, wie Informationen vermittelt, Wissen erschlossen und Lernprozesse gestaltet werden. Der Workshop vermittelt kognitive Grundlagen des Lernens mit Bildern und Multimedia, zeigt Möglichkeiten ihres didaktischen Einsatzes und führt in Methoden der Bildbetrachtung ein. Dabei geht es auch darum, wie Erfahrungen und kulturelle Prägungen unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche ethischen Fragen der Umgang mit Bildern aufwirft.
Entdecken Sie, wie Bilder wirken, wie unterschiedlich wir sie lesen und welche Möglichkeiten sich daraus für Lernen und Lehren in der Grundbildung ergeben.
Start: 6. November 2026 – online via Zoom – Workload: 12 UE
Fachgespräche
Gemeinsam alphabetisieren? Perspektiven auf eine integrative Didaktik in Deutsch als Erst- und Zweitsprache
mit Marsilia Podlech & Aline Steger, PH Weingarten
Die Alphabetisierung und Literalisierung von Lernenden mit Deutsch als Erst- und mit Zweitsprache findet in der Praxis zunehmend gemeinsam statt. Doch wie lassen sich solche Angebote didaktisch sinnvoll gestalten und welche Rahmenbedingungen braucht integrative Grundbildung?
Im Fachgespräch werden Ergebnisse der Begleitforschung aus dem Projekt InteG vorgestellt und gemeinsam diskutiert:
- Welche didaktischen Grundlagen verbinden DaE- und DaZ-Alphabetisierung?
- Wo erfordern unterschiedliche Lernvoraussetzungen differenzierte Zugänge?
- Wo liegen Potentiale, Grenzen und offene Fragen gemeinsamer Alphabetisierungsangebote?
Diskutieren Sie mit den Autorinnen und mit Fachkolleg:innen über Perspektiven auf eine integrative Alphabetisierungsdidaktik.
Am 8. Oktober 2026, 17 bis 18:30 Uhr – online via Zoom – Workload: 4 UE
Bildung als lebensverändernde Erfahrung? Prozesse des transformative learning in der Grundbildung Erwachsener
mit Assoc.Prof. Mag. Dr. Monika Kastner, Universität Klagenfurt
Grundbildung eröffnet weit mehr als literale Kompetenzen. Sie kann vielmehr auch Selbstvertrauen stärken und neue Perspektiven auf Lernen und die eigene Lebensgestaltung eröffnen. Das Fachgespräch richtet den Blick auf die Frage, wie Lernangebote gestaltet sein können, die an den Lebenswelten und Interessen der Teilnehmenden ansetzen und Grundbildung als Prozess der Veränderung, Teilhabe und Selbstbestimmung erfahrbar machen.
Am 15. Oktober 2026, 17 bis 18:30 Uhr – online via Zoom – Workload: 4 UE
Gemeinsam mehr erreichen? Netzwerke und Kooperationen in der arbeitsweltorientierten Grundbildung
Wie können Netzwerke neue Zugänge zur arbeitsweltorientierten Grundbildung eröffnen?
Gerade in der arbeitsweltorientierten Grundbildung ist Zusammenarbeit entscheidend: Menschen mit Grundbildungsbedarf werden häufig über Betriebe, Beratungsstellen und andere Akteur:innen erreicht, tragfähige Angebote entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven und Ressourcen zusammenkommen.
In diesem Fachgespräch diskutieren Sie, wie Kooperationen erfolgreich und nachhaltig gestaltet werden können und welche Herausforderungen und Möglichkeiten dabei entstehen.
Am: 19. November 2026, 17 bis 18:30 Uhr – online via Zoom – Workload: 4 UE
Peer-to-Peer-Qualifizierung
Kollaboratives Arbeiten mit dem Didaktischen Modell für die Alphabetisierung
mit Marsilia Podlech, PH Weingarten
Wie kann die Alphabetisierung und Literalisierung Erwachsener so gestaltet werden, dass Lernende mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache gleichermaßen profitieren? In dieser Qualifizierungsreihe erfahren Sie, wie sich mit dem Didaktischen Modell für die Alphabetisierung nach Löffler (2008) Mehrsprachigkeit und Interkulturalität als Ressourcen für eine gemeinsame und wirksame Schriftsprachförderung nutzen lassen.
Start: 2. Oktober 2026 – online via Zoom – Workload: 40 UE
KI-Werkstatt – Neue Lernwelten für die Grundbildung
mit Christiane Carstensen, Dase & Carstensen GmbH Nana Dreßler & Marsilia Podlech, PH Weingarten
Wann wird KI in der Alphabetisierung und Grundbildung tatsächlich zum Lernwerkzeug?
KI verändert den Umgang mit Sprache, Schrift und Information und eröffnet neue Möglichkeiten für Lehr- und Lernprozesse. In der Peer-to-Peer Qualifizierung „KI Werkstatt – Neue Lernwelten für die Grundbildung“ erproben Sie aktuelle KI-Anwendungen, entwickeln Aufgabenformate und schärfen Ihre didaktische Urteilskraft für einen reflektierten Einsatz.
Entdecken Sie in dieser Qualifizierungsreihe, wie KI so eingesetzt werden kann, dass sie Lernen tatsächlich unterstützt und nicht nur technisch beeindruckt.
Start: 11. November 2026 – online via Zoom – Workload: 34 UE
Künstliche Intelligenz (KI)
KI sind Computerprogramme, die aus vielen Daten lernen. Sie können zum Beispiel Texte schreiben oder Bilder erkennen. KI kann helfen – aber sie macht auch Fehler.
Literalität bedeutet:
Du kannst gut lesen und schreiben.
Du kannst mit geschriebenen Worten umgehen.
Das ist wichtig für das Leben in der Gesellschaft.
Die Gesellschaft hat Regeln.
Zum Beispiel: Wie man schreibt.
Und was man beim Schreiben beachten muss.
Du kannst diese Regeln gut verstehen und anwenden.
Gering literalisierte Menschen können das nicht so gut.
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e.V.
Die TA organisiert Fort- und Weiterbildungskurse vor allem im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich.
Akteure und Akteurinnen sind handelnde Personen oder Beteiligte an einem bestimmten Geschehen.
